Aragonit mit Schwefel

M/320

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Aragonit mit Schwefel aus Sizilien

Höhe 9,8 cm

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Aragonit mit Schwefel aus der Provinz Agrigento/Sizilien mit einer Höhe von ungefähr 9,8cm

Die Schwefelvorkommen Italiens sind sedimentären Ursprungs und wurden, so eine der heutigen Annahmen, am Ende der Messinischen Salinitätskrise (des Messin, der letzten Stufe des Miozän) vor etwa 5,75 bis 5,96 Mio. Jahren gebildet, als das Mittelmeer teilweise oder vollständig ausgetrocknet war. Hierbei lagerten sich durch starke Absenkungen in den tiefsten Meeresbecken bis zu 3 km mächtige Evaporite (Verdunstungsgesteine) ab, welche jedoch während späterer Gebirgsbildungen in Italien (Apenninen) und Sizilien über den Meeresspiegel angehoben wurden. Der bedeutendste Teil der Beckenfüllung ist die Gips-Schwefel-Formation (gessoso-solfifera), welche sich fast kontinuierlich von der Toskana bis nach Zentralsizilien erstreckt.

Aragonit tritt in den Gips-Schwefel-Formationen meist in Form polysynthetischer pseudohexagonaler Drillinge, aber auch spießig und nadelförmig auf. Die bestausgebildetsten Kristalle erreichen Kantenlängen zwischen 2 bis maximal 12 cm und einen Durchmesser von 2 - 4 cm. Die Farbe der Drillingskristalle ist graugrün bis hellgrün, attraktiv sind transparente Exemplare, oft sind die Kristalle aber auch von skalenoedrischen Calcitkristallen im mm-Bereich überzuckert oder bewachsen. Tatsache ist, dass nicht wenige Aragonite aus den sizilianischen Lagerstätten bereits gealtert und zu Calcit umgewandelt sind. Die begleitenden Schwefelkristalle sind hell-braungelbe, durchscheinende Rhomboeder bis mehrere Zentimeter Durchmesser. Die Aragonite fluoreszieren und phosphoreszieren prächtig rosafarben. Einige Exemplare fluoreszieren aber auch blau im langwelligen Licht. Sizilianische Aragonite der beschriebenen Art kamen aus verschiedenen Gruben in den Provinzen Agrigent, Caltanissetta und Enna.

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